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Test- und Erfahrungsberichte
 

Andreas Lüthi

Am Samstag den 30. April 2005 ist soweit: der Discus 2, mit dem frisch eingebauten Warnsystem FLARM und damit verbundenem Sprachausgabemodul DVS, hebt zum Erstflug ab. Schon kurz nach dem Klinken meldet sich das DVS zum ersten mal mit "11 Uhr, unterhalb, Segelflugzeug". Ein Blick nach unten bestätigt, eine ASW 24 versucht den noch schwachen Aufwind am Grenchenberg zu zentrieren. Auch beim Vorbeiflug in Courtelary wird der Schleppzug unterhalb mit "9 Uhr, Tief, Segelflugzeug, 1000" vom DVS gemeldet. Die Thermik hat noch etwas Verspätung und ich bin am Hang polieren. Plötzlich eine Warnung vom DVS: "12 Uhr, Hindernis, 1000", aha, da sind wohl die Windräder am Mont-Crosin gemeint. Mit 3 m/s geht es dann in der Runse bei St. Imier auf 2300 m. Beim Weiterfliegen Richtung Westen meldet sich das DVS immer wieder mit Warnungen. Ab und zu begegne ich einem Segelflugzeug, ohne etwas zu hören, haben wohl noch kein FLARM eingebaut.
Vor Nantua wende ich. Nun probiere ich die fünf Modi aus: ich halte die gelbe Taste am DVS gedrückt: "Mode 1", "Mode 2", "Mode 3", "Mode 4", "Mode 5". Bei "Mode 1" lasse ich wieder los. Mit der Meldung "Mode 1" bestätigt DVS die neue Einstellung. Laut Aussagen von Sam Gisiger, dem DVS-Entwickler, soll dieser Modus alle FLARM-Flugzeuge im Umkreis von 2 km melden. Im Modus 5 soll das Gerät angeblich stumm sein, sich aber nach 5 Minuten wieder auf den
Vorgängigen Modus zurückschalten. Das verhindert, dass man ohne Warnungen in der Gegend herum fliegt. Die Modi dazwischen sind weitere Abstufungen der beiden Extremwert. Vermutlich wird man mit Modus 2 fliegen. Tatsächlich tönt es jetzt mehrmals: "6 Uhr, tiefer, Segelflugzeug, 1000". Da fliegt mir wohl einer nach! Also fliege ich etwas schneller. Die Meldung wird jetzt zu "6 Uhr, tiefer, Segelflugzeug, 2000", später verstummt sie ganz. Auch der DuoDiscus vor mir wird mit "2 Uhr, Segelflugzeug, 2000" gemeldet. Da jetzt die Höhenangabe fehlt, gehe ich davon aus, dass er gleich hoch ist.
Nach fast 7 Stunden lande ich wieder in Grenchen. Glücklich über den schönen Flug und restlos begeistert vom unsichtbaren Copilot - FLARM und DVS.

Fazit
Obwohl das FLARM versteckt im Instrumentenbrett eingebaut ist und noch keine externe Anzeige angeschlossen ist, wurde ich dank dem DVS jederzeit über die aktuelle "Luftlage" der anderen Segelflugzeuge informiert. Auf den Einbau einer Anzeige werde ich ganz verzichten. DVS ist ein Gerät, das den Piloten informiert ohne dass man eine zusätzliche Anzeige im Auge behalten muss. Zusammen mit FLARM ein Muss!

Die versprochene1 sanfte Copilotin-Stimme ist dann noch das Pünktchen aufs i.

Andreas Lüthi

1) Wird allen als Update nachgeliefert.



Klaus Annen

Meine ersten Segelflüge habe ich noch mit einem Vario gemacht mit rein visueller Anzeige. Die Audio-Varios waren ein Riesenfortschritt, um etwas mehr Zeit für die Luftraumbeobachtung zu haben. Obwohl das Flarm auf Objekte ausserhalb des Cockpits aufmerksam machen will, lenkt es die Aufmerksamkeit beim Auftauchen einer Gefahr auf die Flarm-Anzeige.
Diesem Problem schafft ein neues Gerät Abhilfe, das ich während der SM in Sion ausprobieren durfte.
Das TR-DVS von triadis bring das Flarm zum sprechen. Statt nur einem "beep" sagt es gleich WAS in welcher RICHTUNG und wie weit ENTFERNT ist und dies gleich für mehrere Objekte falls es nötig ist.
So heisst es etwa: "Achtung, elf Uhr, Segelflugzeug, fünfhundert Meter
Es meldet aber auch wenn die Batterie schwach wird oder im Landeanflug das Fahrwerk nicht ausgefahren ist.
Ich möchte dieses Gerät allen sicherheitsbewussten Segelfliegern empfehlen, die lieber aus dem Cockpit rausschauen statt auf das Instrumentenbrett zu starren. Dieses Gerät ist ein ebenso grosser Schritt wie jener vom stillen Vario zum Audio-Vario.

Klaus Annen



Markus Gäumann

Schon nach kurzer Zeit hat man sich derart an TR-DVS gewöhnt, dass man sich das Fliegen ohne nicht mehr vorstellen kann.

Markus Gäumann